VdK Bottendorf widmet sich dem Thema „Gemeinsam leben mit Demenz“

Bottendorf. Der VdK Bottendorf hat sich zum diesjährigen Osterbrunch getroffen, um ein besonders wichtiges Thema in den Mittelpunkt zu stellen: „Gemeinsam leben mit Demenz“. Der Vormittag war eine gelungene Gelegenheit, sich auszutauschen, zu informieren und das Bewusstsein für die Herausforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu schärfen. Dr. Daniela Sommer, Vorsitzende des VdK Bottendorf, eröffnete den Vormittag mit einem aufschlussreichen Vortrag, in dem sie auf die verschiedenen Formen der Demenz, deren Auswirkungen und auf konkrete Unterstützungsmöglichkeiten einging. „Demenz betrifft nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Familien und Freunde“, betonte Sommer.
Die Erkrankung Demenz ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Krankheiten, die das Gehirn betreffen und die geistigen Fähigkeiten einer Person beeinträchtigen. Die bekannteste Form ist die Alzheimer-Demenz, aber auch die vaskuläre Demenz oder die Lewy-Körper-Demenz stellen jeweils spezifische Herausforderungen. Bei allen Varianten kommt es zu einem fortschreitenden Verlust von Gedächtnis, Denkvermögen und Alltagskompetenzen, was sowohl für die Betroffenen als auch für deren Angehörige eine große Belastung darstellt. Demenz ist eine Erkrankung, die im Laufe der Zeit das Leben der Betroffenen stark verändert. Obwohl es keine garantierte Methode zur Prävention gibt, können einige Lebensgewohnheiten das Risiko, an Demenz zu erkranken, erheblich verringern. Daniela Sommer erläuterte, dass körperliche Aktivität, gesunde Ernährung, geistige Herausforderungen und aktive soziale Kontakte einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, das Gehirn zu stärken und Demenz hinauszuzögern. „Ein gesunder Lebensstil ist der beste Schutz, den wir bieten können“, so Daniela Sommer.


Für Betroffene einer Demenzerkrankung ist es wichtig, den Alltag so strukturiert wie möglich zu gestalten. Eine geregelte Tagesroutine, Gedächtnistraining sowie eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können die Lebensqualität langfristig verbessern. Auch für Angehörige gibt es hilfreiche Maßnahmen, um die Belastungen zu lindern. Geduld, Empathie und ein ruhiger Umgang mit den Betroffenen sind essentielle Bausteine der Pflege und Betreuung. Die Vorsitzende des VdK Bottendorf hob hervor: „Es ist entscheidend, dass Angehörige wissen, dass sie nicht allein sind. Der Austausch in Selbsthilfegruppen und der Besuch von Fachberatungsstellen bieten wertvolle Unterstützung.“ Sommer betonte auch, dass der Umgang mit Demenz Respekt und Sensibilität erfordert. Die Betroffenen sollten weiterhin Würde und Respekt erfahren, auch wenn sich ihre geistigen Fähigkeiten verändern. Sie riet, Aktivitäten anzupassen, um den Fähigkeiten der betroffenen Personen gerecht zu werden, und erklärte, wie wichtig es ist, Frustration zu vermeiden und den Betroffenen Raum für eigene Entscheidungen zu lassen – solange es die Sicherheit zulässt.

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„Der Austausch ist von unschätzbarem Wert. Schön, dass so viele Mitglieder unseres VdK Bottendorf heute an diesem wichtigen Thema teilgenommen haben und sich miteinander vernetzen konnten“, schloss Dr. Sommer den Vormittag. „Nur gemeinsam können wir eine Gesellschaft gestalten, in der Menschen mit Demenz besser unterstützt und integriert werden.“
Die Mitglieder erhielten entsprechende Informationsbroschüren sowie eine Liste mit Unterstützung- und Hilfsangeboten sowie Kontakten zu Selbsthilfegruppen. Der VdK Bottendorf wird auch in Zukunft weiterhin Veranstaltungen wie diese organisieren, um das Bewusstsein für Demenz, für Beeinträchtigungen, aber auch für Prävention, Vorbeugung und Vitalität zu schärfen und allen Beteiligten zu helfen, den Alltag besser zu meistern.

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